Wie montiert man eine Klauenkupplung richtig?
Beide Wellen und Bohrungen reinigen, jede Welle auf die volle Nabenlänge aus der Tabelle einführen, den vorgeschriebenen Abstand zwischen den Nabenstirnflächen einhalten, prüfen, ob sich die Kupplung noch frei schieben und drehen lässt, und dann jede Schraube mit dem Drehmomentschlüssel auf ihr vorgeschriebenes Moment anziehen — niemals nach Gefühl.
Montage einer MJC oder MJS, Schritt für Schritt
Dies ist NBKs eigene Reihenfolge aus der Betriebsanleitung MJC/MJS, in genau dieser Abfolge. Planen Sie zehn Minuten und einen Drehmomentschlüssel ein.
Wellen und Bohrungen reinigen
Schmutz, Staub, Späne und Rost von beiden Wellen und aus den Kupplungsbohrungen entfernen. Eine verschmutzte Bohrung verändert die Reibung, auf die die Klemmung angewiesen ist, und Partikel unter einer Klemmnabe wirken als Kerbe.
Wellentoleranz prüfen
NBK empfiehlt die Wellentoleranz h6 oder h7. Außerhalb dieses Bereichs erreicht die Klemmung ihre ausgelegte Haltekraft nicht, und das Rutschmoment fällt unter den Tabellenwert.
Jede Welle auf volle Nabenlänge L einführen
Den Wert L für Ihre Baugröße aus der Tabelle unten verwenden. NBK nennt beide Fehlerbilder: „Ist die Einstecktiefe zu gering, kann die Welle durchrutschen oder das Klemmteil brechen. Ist sie zu groß, können sich die Wellen in der Kupplung berühren, was zu Schäden führt.“
Abflachung oder Passfedernut richtig ausrichten
An Klemmnaben grundsätzlich runde Wellen verwenden. Ist eine Abflachung oder Passfedernut unvermeidbar, so drehen Sie sie vom Schlitz und von der Schraubensenkung weg — sonst drückt die angezogene Schraube die Klemmung gegen eine nicht abgestützte Fläche und kann sie beschädigen. Bei Gewindestiftnaben gilt das Gegenteil: Die Abflachung IST der Sitz für den Gewindestift.
Abstand zwischen den Naben einstellen
Den Abstand C zwischen Nabenstirn und Gegennabe einhalten (siehe Tabelle). Fehlt er, berühren sich die Naben im Betrieb, und der Zahnkranz überträgt nicht mehr allein das Drehmoment.
Vor dem Anziehen die Beweglichkeit prüfen
Bei noch losen Schrauben die Kupplung auf der Welle verschieben und drehen. Sie muss sich leicht bewegen lassen. Klemmt sie, liegt Versatz oder ein Grat vor — Anziehen verdeckt das nur.
Auf das vorgeschriebene Moment anziehen
Drehmomentschraubendreher oder Drehmomentschlüssel verwenden, mit dem Wert aus den Tabellen unten. Nur die von NBK vorgeschriebenen Schrauben einsetzen: „Andere als die von uns spezifizierten Schrauben (Gewindestift oder Zylinderschraube mit Innensechskant) dürfen nicht verwendet werden.“
Probelauf, dann zehn Minuten unter Last
Ohne Last laufen lassen und sicherstellen: keine Vibration, kein ungewöhnliches Geräusch, kein Durchrutschen der Welle. Danach rund zehn Minuten unter Last fahren und erneut prüfen, ob die Schrauben fest sind, bevor die Maschine in den Dauerbetrieb geht.
Einstecktiefe, Nabenabstand und Gewindestift-Moment
| Außen-⌀ A (mm) | Nabenlänge L (mm) | Abstand C (mm) | Gewindestift / Moment |
|---|---|---|---|
| 14 | 7 | 1 | M3 · 0,7 N·m |
| 20 | 10 | 1 | M3 · 0,7 N·m |
| 30 | 11 | 1,5 | M4 · 1,7 N·m |
| 40 | 25 | 2 | M5 · 4 N·m |
| 55 | 30 | 2 | M6 · 7 N·m |
| 65 | 35 | 2,5 | M8 · 15 N·m |
| 80 | 45 | 3 | M8 · 15 N·m |
| 95 | 50 | 3 | M8 · 15 N·m |
Quelle: NBK-Betriebsanleitung MJC/MJS, Tabellen 1–4; abgeglichen mit der Maßtabelle des Katalogs (S. 133–134). Der Sprung der Nabenlänge von 11 mm (Größe 30) auf 25 mm (Größe 40) ist real, kein Tippfehler.
Klemmtyp: Das Moment hängt von der Bohrung ab
| Außen-⌀ A (mm) | Bohrungsbereich (mm) | Schraube | Anzugsmoment |
|---|---|---|---|
| 14 | 3–5 / 6–7 | M2 / M1,6 | 0,5 / 0,25 N·m |
| 20 | 4–8 / 9,525–11 | M2,5 / M2 | 1,0 / 0,5 N·m |
| 30 | 6–12 / 12,7–16 | M4 / M3 | 3,5 / 1,5 N·m |
| 40 | 7,938–20 / 22–25 | M5 / M4 | 8 / 3,5 N·m |
| 55 | 9,525–28 / 30–32 | M6 / M5 | 13 / 8 N·m |
| 65 | 12,7–32 / 34,925–38 | M8 / M6 | 28 / 13 N·m |
| 80 | 19,05–45 | M8 | 28 N·m |
| 95 | 25–55 | M10 | 55 N·m |
MJC-CS/CSK und MJS-CS/CSK. Die größere Bohrung einer Baugröße nutzt eine KLEINERE Schraube mit NIEDRIGEREM Moment — es bleibt weniger Material darum herum. Quelle: NBK-Betriebsanleitung MJC/MJS, Tabelle 5; Katalog S. 133–134.
Den Zahnkranz wählen: BL, WH, RD oder GR
Der Charakter einer Klauenkupplung entsteht durch den Polyurethan-Zahnkranz zwischen den Naben, und NBK liefert ihn in vier Härten. Sie sind nicht austauschbar, und der Zielkonflikt zeigt in eine Richtung: härterer Zahnkranz, mehr Drehmoment und mehr Steifigkeit, weniger zulässiger Versatz.
Bei einer MJC-40 liefern dieselben Aluminiumnaben zwischen 4,9 N·m und 21 N·m — allein abhängig davon, welcher Zahnkranz eingesetzt ist; ein Faktor vier. Und ausgerechnet der weichste Zahnkranz, der das geringste Drehmoment überträgt, verträgt den größten Versatz. Ist Ihre Ausrichtung unsicher, greifen Sie also nicht sicherheitshalber zum härtesten — Sie bewirken das Gegenteil.
Zahnkranzhärte, gemessen an einer MJC-40
| Zahnkranz | Härte (JIS) | Nenndrehmoment | Radialversatz |
|---|---|---|---|
| BL | A80 | 4,9 N·m | 0,15 mm |
| WH | A92 | 10 N·m | 0,1 mm |
| RD | A98 | 17 N·m | 0,1 mm |
| GR | D64 | 21 N·m | 0,08 mm |
Die Torsionssteifigkeit steigt in derselben Reihenfolge: 380, 570, 1.200 bzw. 3.000 N·m/rad. Quelle: NBK-Produktkatalog, Abschnitt „Shaft couplings“, S. 131–132.
Die Kupplung aus diesem Artikel

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